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ZDF macht Geschäfte mit Adolf Hitler in Israel

Deutsche verkaufen Filme „Hitlers Kinder" und „Die SS" nach Tel Aviv

 

Mainz (bpb) Das ZDF Entrprises Dokumentationsfilme über Adolf Hitler und seine Zeit nach Israel verkauft. Der deutsche TV Sender macht seit Jahren Millionengeschäfte mit der Nazi-Zeit. Wie die ZDF-Pressestelle am 15. Oktober in Mainz bekannt gab, wurden an einen israelischen Sender folgende Filme verkauft: „Hitlers Kinder", die Dokumentation „Die SS" und „Ärzte unterm Hakenkreuz". Bereits vor einigen Jahren war die Produktion „Holocaust" des ZDF-Hausautors Guido Knopp in Israel ausgestrahlt worden.

Geschäftsführer Alexander Coridass von ZDF-Enterprises sieht das Geschäft mit Israel als einen besonderen Erfolg im Land der jüdischen NS-Opfer. Er meint in einer amtlichen Presseverlautbarung: "Das ZDF steht weltweit für gleichermaßen seriöse wie innovative und ein breites Publikum erreichende Darstellung von Zeitgeschichte. In Europa und in Übersee hat in diesem Genre niemand eine Reputation, die auch nur entfernt an die des ZDF und seiner Koproduktionspartner heranreicht."

Unabhängig von dieser Eigenwerbung sind ZDF-Produktionen nicht unumstritten. Das ZDF verwendet vorwiegend altes Material aus der Nazi-Zeit, dessen Verwertungsrechte nicht immer geklärt sind. Die Produktion von Doku-Folgen über die NS-Zeit ist inzwischen ein eigenes Imperium im ZDF geworden, das ZDF-Intendant Markus Schächter offensichtlich selbst nicht mehr durchschaut.

Dabei wird Schächter immer wieder auf Verletzungen des Urheberrechts und des Folgerechts bei der Verwendung von geschütztem Material hingewiesen. Ein jüngster Fall ist der vom ZDF und Arte ausgestrahlte Film „Hitlers Hitparade". Zur Musik aus der Nazi-Zeit wurden Kunstwerke dieser Epoche gezeigt, um den Geschmack in Hitler-Deutschland lächerlich zu machen.

Vorherige Anfragen des ZDF über die Copyrights gab es nicht. Dabei beschäftigt der öffentliche TV-Sender ein Heer von Juristen, um seine eigenen Copyright-Rechte einzutreiben. Die Betroffenen beklagen: Künstler dieser Zeit werden durch ihr Werk diffamierende Sendungen seit Jahrzehnten geschädigt. Wer als Kunstschaffender als Nazi verdächtigt wird, hat auf dem deutschen Kunstmarkt keine Chancen.

 

 

Copyright 2004 West Art, Prometheus 94/2004

 

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PROMETHEUS, Internet Bulletin for Art, News, Politics and Science.

Nr. 94, Winter 2005